Mein Leben ist geprägt von Loslassen und Neuanfängen. Schon früh habe ich gelernt, mich auf neue Situationen einzustellen und sie als Teil meines Lebens zu begreifen. Wechselnde Schulen, neue Freundschaften, unterschiedliche Lehrpersonen.
Mit meiner Ausbildung zur Gemüsegärtnerin und dem anschliessenden Gartenbaustudium schärfte ich meinen Blick für Wachstum, Zyklen und Entwicklungsprozesse. Nach dem Studium wagte ich einen grossen Schritt: Ich zog in die Schweiz. Dort begegnete ich einer neuen Sprache, Kultur und Arbeitsweise. Dadurch konnte ich meine Flexibilität schulen und wuchs Schritt für Schritt in Leitungsaufgaben. Ich unterrichtete Bio-Gartenbau, übernahm interimistisch die Schulleitung und wurde schliesslich Direktorin der Gartenbauschule Hünibach am Thunersee. In dieser Funktion trug ich Verantwortung für die Schulentwicklung, die Mitarbeitenden, die Strategie und ein grosses Bauprojekt – immer eingebettet in kantonale Strukturen und getragen von meinem Engagement für nachhaltige Entwicklung.
Nach 17 intensiven Jahren in Führungsverantwortung spürte ich, dass Erschöpfung und innere Spannungen einen Wandel verlangten. Der Schritt in die Selbständigkeit eröffnete mir Raum für Selbstfürsorge, Neuorientierung und persönliche Transformation. In dieser Phase begleitete ich meine Eltern in ihrem letzten Lebensabschnitt und erlebte familiäre Übergänge, die meine Empathie und systemische Wahrnehmung vertieften.
Heute lebe ich das Gärtnern bewusst als Ressource und Ausgleich – und habe meinen beruflichen Fokus auf die Begleitung von Menschen in Veränderungsprozessen gelegt.